24th Moot 2016/17
Das Heidelberger Vis Moot Team 2016/2017

(v.l.n.r.: Nicolas Avramov, Cecilia De Micheli, Niels Christopher Elsner, Amelie Berz, Marcel Kahl (Coach), Alexander Urhahn (Coach))
Das Heidelberger Team blickt auf eine erfolgreiche Moot-Saison zurück:
Bei seiner zweiten Teilnahme am Vis East Moot in Hongkong konnte es in der mündlichen Finalrunde erneut in die Round of 32 vorrücken. Dort unterlag es den späteren Halbfinalisten der Universität Bukarest.
Beim 24. Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot in Wien wurde der Beklagtenschriftsatz mit einer Honorable Mention ausgezeichnet. Das Heidelberger Memorandum zählt somit zu den besten 10% von knapp 340 eingereichten Schriftsätzen.
Zur Vorbereitung auf die Finalverhandlungen nahm das Team an Pre-Moots in Amsterdam, München, Hongkong und Wien teil und erprobte seine Fähigkeiten im Rahmen von Probeverhandlungen bei Kanzleien in Frankfurt, Stuttgart und Mannheim. Darüber hinaus veranstaltete das Team zum 5. Mal einen eigenen Pre-Moot, bei dem Teams aus Auckland, Bahir Dar, Montpellier und Teheran zu Gast in Heidelberg waren.
Ganz besonders danken möchten wir den diesjährigen Förderern, die den Erfolg des Heidelberger Teams ermöglicht haben!
Das Team bestand aus Nicolas Avramov, Amelie Berz, Cecilia De Micheli und Niels Elsner. Die Betreuung übernahmen Marcel Kahl und Alexander Urhahn. Zusätzliche Unterstützung erhielt das Team durch Aaron Waible und Alexander K. Walker.
Der Vis Moot ist der weltweit größte und renommierteste Moot Court im Zivilrecht.
Pro Bono Afrika
Anlässlich des XXIV. Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moots 2016/2017 entstand eine Kooperation der Universität Heidelberg mit der Universität Bahir Dar in Äthiopien. Da es beim Vis Moot Court bisher an afrikanischen Teams mangelt und aus Ostafrika bisher noch gar keines teilnahm, stellt sie ein Pionierprojekt dar. Federführend sind Maximilian Pika vom Lehrstuhl von Herrn Professor Weller sowie der ehemalige Mitarbeiter Pierre Trippel. Beide sind ehemalige Vis Moot-Teilnehmer, welche zusammen vier Jahre lang Teams der Bucerius Law School sowie der Universität Heidelberg betreut haben. In dieser Zeit konnten sie 23 Preise ansammeln, u.a. drei Viertel- und zwei Achtelfinalteilnahmen.
Im Jahr 2016/2017 flogen sie im Januar nach Äthiopien, um dort eine zwölfköpfige Klasse für eine Woche im Schiedsverfahrensrecht sowie im Präsentationstraining zu unterrichten. Anschließend luden sie kurz vor Beginn des diesjährigen Vis Moot Courts die zwei Klassenbesten, Zena Abera Tesema und Ayene Mengesha Sisay nach Heidelberg für ein dreitägiges Individualtraining sowie den Heidelberg Pre-Moot ein. Anschließend begleiteten sie die beiden Teilnehmer bei der ersten Teilnahme einer äthiopischen Universität am Vis Moot Court.
Ermöglicht wird die Kooperation, neben Eigenbeiträgen der Betreuer sowie einer Reiseunterstützung des Instituts für die Betreuer, maßgeblich durch Spenden deutscher Rechtsanwaltskanzleien und deutscher Rechtsanwälte persönlich.